Eine kurze Geschichte der Tächa - 25 Jahre

Tächi sind Alpendohlen, die Verwandten der Raben. Sie unterhalten sich singend mit unverkennbaren Tonfolgen und Klängen, kurz, prägnant und abwechslungsreich. Bergdohlen leben in organisierten Schwärmen im Hochgebirge und gelten als beziehungstreu. Ihre Intelligenz und Anpassungsfähigkeit sind sprichwörtlich.

Der Begriff Tächa stammt aus dem Berner Oberland, das Wort ist in der Sprache der Ureinwohner vom Lauterbrunnental und in Grindelwald noch heute in Gebrauch.

Ich bin mit den Tächi aufgewachsen. Sie haben mich schon als Kind fasziniert, weil sie neugierig und verspielt sind. Schlaue Schleckmäuler immer auf der Suche nach Leckerbissen, wir kenne sie alle von den Verpflegungsterrassen zahlreicher Bergrestaurants. Haben Sie auch schon einer Tächa ein Pommfritt überlassen, mit oder ohne Ketschöp?

Und übrigens sind diese Vögel wahre Kunstflieger, besonders im Sturmwind. Beeindruckend.

Im Winter 1986/87 lernte ich Gleitschirm fliegen. Damals waren wir alle Testpiloten dieser neuen und nicht ganz ungefährlichen Sportart. Das Risiko gehört zum Leben.
Ich wurde Mitglied vom Delta Club Jungfrau Tächi und schrieb 1987 mein bekanntes Lied Tächa.



Zehn Jahre später, 1997 produzierten wir meine erste eigene CD Tächa, Oberländer Alpendohle, mit fünf Liedern Mundart / Englisch.



Die Weltmusik Band Tächa war geboren, das Symbol meiner angeborenen Identität als Bergler und künstlerischer Ausdruck dieses Lebensgefühls.

Unser Schwarm war klein, aber fein. Zuerst mein alter Freund Pete Gosling aus England, er war federführender Produzent und für Sound / Arrangements zuständig.



Mein alter Musikerfreund Stefan Dorner am Piano, Walter «Wädi» Maurer am Schwyzerörgeli und Samuel Jungen, Gründungsmitglied der legendären Mundartband Rumpelstilz aus Interlaken, spielte bei uns Bass. Noby Lehmann aus Olten, Gastmusiker am Schlagzeug, unterstützte den erdigen Groove.


Ich war damals völlig überrascht von der allgemeinen Resonanz und dem grossen Interesse der Medien an unserem Erstling.

2000 folgte unsere zweite Produktion, Tächa flyg - über die Berge zwischen Himmel und Erde. Dies war das erste Album in voller Länge mit neun Liedern und fünf Instrumentalstücken. Die Rolle als Produzent übernahm ich dabei selbst und wir verzichteten auf Gastmusiker.



Nun waren wir definitiv am Start und Tächa zog weitere Kreise. Gleichzeitig wurden wir zur bekannten Grösse im Berner Oberland, mit wachsendem Kultstatus.



Mit den Tächa Musik & Bild Kompositionen hatten wir 2001 einen Auftritt im Kursaal Interlaken am Symposium der Schweiz als Koordinator vom UNO Jahr der Berge 2002 und spielten unser Programm für Delegationen aus der ganzen Welt. Nach dem Auftritt fragte uns der damalige Direktor der DEZA, Walter Fust, ob wir eine DVD-Produktion Musik und Bilder aus den Schweizer Alpen umsetzen könnten. Diese Tächa Produktion wurde in der Folge vom Auftraggeber in die ganze Welt verschenkt.



2002 gelangte die Volkswirtschaft Berner Oberland an uns mit der Anfrage für eine CD-Produktion zum UNO Jahr des Wassers. Die Zeit war knapp und wir nahmen die Herausforderung an. Es entstand das Konzept Album Tächa Wasser, eine musikalische Reise von der Alp Weide bis ins Meer und zurück.

Um dem hohen Qualitätsanspruch zu genügen, unterstützte uns wieder Pete Gosling, der schliesslich mit mir zusammen 2003 die Tächa Wasser CD produzierte.

Das Tächa Personal hatte sich unterdessen verändert. Peter Bruhin spielte Schwyzerörgeli und Psalter, am Bass war Thomas Kupper und der Gastmusiker Perkussion hiess Stefan Schrag.



2006 meldete sich ein Paar aus unserer Fangemeinde bei uns. Die Beiden waren langjährige Irlandfans und immer wieder in Donegal unterwegs, dem wilden Nordwesten der grünen Insel. Sie vermittelten den Kontakt zu Eunan McIntyre aus Glencolumbkille.

Nando von Allmen, unser wertvoller und unermüdlicher Tächa Manager, organisierte für uns die erste Schweiz Tournee.

2007 produzierte Tächa das Live Album Tächa & Eunan McIntyre, eine stimmungsvolle Aufnahme vom Abschlusskonzert in Grindelwald.

Von nun an ist Bruno Raemy bei Tächa am Schwyzerörgeli / Akkordina. Die weiteren Schwarmmitglieder waren Stefan Dorner, Thomas Kupper, Pedi «Shanti» Sterchi Perkussion und Singer / Songwriter Eunan McIntyre.



2008 machten wir den zweiten Rundflug durch die Schweiz und beendeten das Projekt gemeinsam in Irland 2009.


Ueli von Allmen, Pedi Sterchi, Eunan McIntyre, Thomas Kupper, Bruno Raemy

Im Tächa Jubiläumsjahr 2017 kam mein langjähriger Freund Jürg Gerster aus Bern als neuer Bassist dazu. In seinem letzten Lebensjahr stand er zum letzten Mal am 10. November 2017 als Tächa auf der Bühne.

Gegenwärtig ist Tächa ein Trio mit Fotokünstler bestehend aus mir, Bruno Raemy und dem vielseitigen Bassisten André Schornoz und Herbert Steiner Fotografie / Film.

Unser erstes Konzert, Tächa Musik & Bild Kompositionen, fand am 20. Januar 2018 im Goldenen Anker Interlaken statt. Hier entstand diese Live-Aufnahme https://www.taecha.ch/de/bild-ton



Die vier Tächa CD-Produktionen sind auf allen gängigen Internetplattformen zum Download und Streaming erhältlich. Meistens kostenfrei. Wer uns Musiker unterstützen möchte, kann natürlich unsere Texte und Kompositionen bewusst für wenig Geld erwerben.

Oder gehören Sie auch zu den wenigen, die sich noch immer an kunstvoll gestalteten CDs erfreuen?
https://www.taecha.ch/de/shop



Zur Zeit kreisen wir über dem Allmendhubel und freuen uns auf das Tächa Land Festival in Mürren https://taechaland.ch/

«Uf Widerluegen am Konzärt!»

P.S. Das Tächa Konzertprogramm für Kinder heisst